MÜHELOS ... das Schöpferspiel beginnt

Zweite Leseprobe

 


 

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Erkenntnis des Eins-Seins
(geschrieben Dezember 2004)

„So, nun wird es Zeit, dass wir mal wieder miteinander reden. Du bist lange genug vor dir selber davongelaufen. Und das ist jetzt vorbei. Du bist nämlich bereit, die Tür für deinen eigenen Quantensprung zu öffnen.“

Wieder einmal hatte das, was sich mir als „Ich bin Du“ vorstellte, lange Zeit geschwiegen. Sehr lange Zeit, es waren Jahre. Ich glaubte mittlerweile manchmal schon, es wäre alles nur Einbildung gewesen, nichts als eine Illusion. Und nun diese klare Rückmeldung – in einem Moment, wo ich überhaupt nicht mehr damit gerechnet hätte.

„Hey, da bist du ja wieder! Und dann mit solchen Neuigkeiten. Quantensprung – na, wenn du meinst? Dann erzähl mal.“

„Oh nein! Wenn du glaubst, ich erzähle dir jetzt etwas und du hörst einfach nur zu... Nein, diese Zeiten sind vorbei. Ein für allemal. Du hast dir in den letzten Monaten einiges an Wissen angeeignet, wie du es nennst. Du hast dieses Wissen auch ausprobiert, mit Erfolg. Doch all das gehört nun in dein Herz gebracht und dort ist es einfach noch nicht angelangt.

Du sagst selber von dir, du willst ein Lehrer, ein Begleiter für andere sein. Und du fragst dich, warum um alles in der Welt nur so wenige etwas von dir lernen wollen? Stimmt’s? Du warst schon ganz schön verzweifelt deswegen... Darum hast du mich gerufen und gebeten, dir mit Erkenntnissen zu helfen. Gerade in den letzen Tagen hast du ein klares und deutliches JA zur Veränderung in deinem Leben ausgesprochen. Die kann und werde ich dir heute bringen. Du wirst dich noch wundern, denn das wird alles in dir – und um dich herum – verändern.“

Einen Moment zögere ich noch, ob ich das wirklich will – frage mich, auf was ich mich da jetzt wohl einlasse. Doch dann spüre ich dieses JA sehr deutlich in mir. Klar und unmissverständlich. „Okay, ich bin jetzt wirklich bereit. Du hast Recht. Na, dann leg mal los...“

„Loslegen... Womit?“

„Na, mit dem, was du mir bringen willst.“

„Das bringst du dir ganz alleine, Moni. Hast du etwa schon vergessen, dass ICH DU bin? Ich kann dir gar nichts bringen, was du nicht längst hast. Der einzige Grund, warum ich mit dir wieder so deutlich Kontakt aufnehme, ist dein Ruf und sehnlichster Wunsch nach Vollkommenheit – nach Einssein mit dir selbst. Du willst jetzt wirklich voll und ganz in deine Schöpferkraft eintreten – und damit deine Eigenverantwortung für dich selbst – annehmen. Und weil ich dich kenne wie sonst niemand und ständig bei dir bin, weiß ich in jedem Moment, was du wirklich willst. Und – ganz wichtig – was du zulässt!“

„Meinst du denn, dass ich das die ganze Zeit vorher nicht wirklich zugelassen habe?“, frage ich erstaunt.

„Nein, wie du selber schon sagst: nicht wirklich. Du hattest immer noch große Angst vor deiner eigenen Schöpferkraft. Angst vorm Loslassen, Angst vor Veränderungen. Eigentlich hattest du Angst vor dir selber. Und darum hattest du zwar diese Sehnsucht, diesen Wunsch in dir, doch deine Angst hat dich sehr stark davon abgehalten. Erst heute bekam ich deinen klaren Impuls, dass du bereit bist für die nächste Stufe – für den Quantensprung in dir selbst.“

Ich staune. „Wow! Das hört sich ja nach einem großartigen Erlebnis an.“

„Ja, das ist es auch. Du hast es dir sogar selber als Weihnachtsgeschenk gewünscht. Auch wenn dein Bewusstsein jetzt überhaupt nichts davon weiß. Du bist jetzt so weit, dass du dir selber dieses ganz besondere Geschenk machst, weißt du!“

Langsam werde ich ungeduldig. „Ja, lange Rede kurzer Sinn. Nun komm doch mal auf den Punkt. Wie gelange ich denn jetzt zu diesem Wahnsinnserlebnis?“

„Geduld, Geduld! Ich weiß, das ist nicht eine deiner Lieblingseigenschaften. Und damit kommen wir schon zur Einleitung. Du selber wirst jetzt diese Tür in dir öffnen, indem du mir ein paar ganz einfache Fragen beantwortest. Bist du bereit?“

„Ja klar, leg los.“

„Nehmen wir doch gleich einmal das Beispiel mit der Geduld. Das ist eine Eigenschaft, die du manchmal liebend gerne hättest, stimmt’s? Und Ungeduld, die hasst du geradezu, an dir und auch an anderen.“

„Hm.“ Mehr fällt mir dazu nicht ein, denn mein Du hat mal wieder den Punkt getroffen.

„Ich sage dir jetzt mal etwas. Beides hast du, zu gleichen Teilen. Oder sollte ich besser sagen, du hattest beides zu gleichen Teilen? Das würde es nämlich besser treffen. Um diese Realität hier in der Dualität aber besser erleben und hier besser spielen zu können, hast du dir einfach ein paar Mitspieler genommen und die unbequemeren Teile deines Selbst auf sie verteilt. Da gibt es zum Beispiel eine Petra in deinem Umfeld, die dich schier zur Verzweiflung bringt mit ihrer Ungeduld?“

„Ja, aber was hat die denn jetzt damit zu tun?“, frage ich empört.

„Siehst du? Du weißt nicht einmal mehr, dass sie von dir als Mitspielerin ausgewählt wurde, um diese Unart für dich zu spielen. Oder sollte ich besser sagen – spiegeln? Das kennst du doch schon lange, das Spiegelgesetz. Und du hast sogar gesagt, dass du es akzeptierst... Oder?“

„Ja, stimmt. Doch so richtig verstanden hab ich das bisher nicht – nur irgendwo in mir das Gefühl gehabt, dass da etwas dran ist.“

Mein Wahres Selbst – mein Du ist unerbittlich. „Du brauchst in der Realität der Dualität bzw. dem Spielfeld der Dualität Mitspieler – Spiegel –, um dich selber in ihnen zu sehen. Genauso wie du einen Spiegel brauchst, um deinen Körper zu sehen. Es gab einen Zeitpunkt, an dem du den Spielplan für dieses Realitätsspiel aufgestellt hast. Die Rollen dafür hast du dir gut ausgewählt und dann sorgsam verteilt. Alles, aber auch wirklich alles, was dir im außen auffällt, was dich im Herzen berührt, ist eine Energie, die zu dir gehört. Ausnahmslos alles, und das meine ich mit aller Konsequenz! Weißt du, was das bedeutet?“

Langsam beginne ich zu verstehen. „Ja, es kommt da eine leise Ahnung in mir hoch. Das würde nämlich heißen, dass ... oh nein ... dass ich allen Mist, den ich selber keine Lust hatte zu spielen – dass ich den auf andere Mitspieler schön gleichmäßig verteilt habe. Dass es welche gibt, die meinen Frust spielen, meinen Hass und meine Mordlust, meinen Neid und ... das ist ja...“

„Jetzt findest du gerade keine Worte dafür, ich weiß...“

„Na, ich muss es erst einmal verdauen ... vor allem, dass es so einfach ist und ich es nie erkannt habe. Kann es sein, dass ich auch meinen Reichtum auf andere Spieler aufgeteilt habe? Und ihn darum nicht leben konnte?“

„Richtig. Aber nicht nur das. Du hast dann auch noch all diese Menschen dafür beschuldigt und übelst beschimpft oder hinter ihnen hergeredet. Und das alles im Grunde dafür, dass sie sich zum Mitspielen bereit erklärt haben! Sie haben dir gedient, in einer unglaublichen Weise. Es waren die Seelen, die dich am meisten geliebt haben. Hätten sie sich sonst dazu bereit erklärt?

„Oh mein Gott! Das kann ich gar nicht glauben... Wie konnte ich bisher nur so denken? Diese Menschen haben mir tatsächlich den größten Liebesdienst erwiesen. Und ich habe es nie erkannt.“

Mein Mitgefühl ist grenzenlos. Und nun zieht mein Wahres Selbst alle Register. „Weißt du jetzt, warum Jesus...?“

„Oh nein! Dem haben wir alle – und natürlich auch ich – das ganze Thema von Leid und Schuld in Auftrag gegeben. Jetzt versteh ich auch, warum sich viele in seiner Schuld fühlen. Wenn er uns dieses unangenehme Thema abnimmt und für uns bereitwillig spielt – ja, dann fühlen wir unbewusst, dass wir ihm selber diese Rolle übergeben haben. Und das löst natürlich bei uns keine so tollen Gefühle aus... Und ich versteh jetzt auch, warum es heißt, er habe die Schuld der Welt auf sich genommen ... natürlich, die Rolle, die wir ihm gegeben haben. Und dann auch noch gleich als Massenauftrag. Na, für mich muss er das wirklich nicht mehr tun. Ab jetzt ist er entlassen und kann endlich vom Kreuz steigen... Halleluja!

Ja, hey. Da kommt mir noch etwas. Was ist mit dem Thema Macht? Hab ich das auch etwa auf meine Mitspieler projiziert? Wie blöd bin ich eigentlich? Da versuch ich mit allen möglichen Mitteln, meine eigene Macht wiederzubekommen – und spiele mir lieber selber weiter mein eigenes Affentheater vor oder?“

Mein Wahres Selbst ist sichtlich erfreut über meine Erkenntnisse. „Es ist wirklich köstlich für mich, wie du dein eigenes Spielchen durchschaust und endlich – endlich – das Drehbuch wiederfindest. Ohne dieses Drehbuch hättest du nämlich machen können, was du willst. Du wärst nie an dein gesamtes Potenzial gekommen. An den verlorenen Code. An deine wahre Schöpferkraft. Glaub mir, es ist für mich die größte Freude und der Beginn eines wunderbaren Zusammenspiels zwischen uns beiden!“

„Zusammenspiel? Meinst du damit eine Vereinigung unserer Kräfte? Unserer ... äh meiner Schöpferkraft?“

Ich ahne etwas ... und mein Du spricht es auch schon aus. „Ja. Das meine ich. Was meinst du denn, was jetzt passieren wird? Natürlich nur, sofern du dazu bereit bist. Und das bist du – ich spüre es zu hundert Prozent! Und darum kannst und wirst du ab sofort das aussprechen, was du IN Dir hast – was von mir zu dir kommt. Denn es wird das Gleiche sein. Wir beide werden jetzt ein gemeinsames Freudenfest feiern – die Vereinigung des Göttlichen und Menschlichen IN DIR!“

Mein Gefühl ist nicht zu beschreiben. Es ist, als würde Himmel und Erde sich vereinigen. Ich erlebe den Beginn von Allem-Was-Ist und gleichzeitig spüre ich die Begrenzung meines menschlichen Körpers.

„WOW! Das ist ja gigantisch ... phänomenal. Das ist das Größte, was ich je gefühlt habe. Es übertrifft sogar den winzigen Augenblick der Erkenntnis, dass ich Gott bin... Ja, ich bin es tatsächlich, und ich weiß es jetzt. Ich spüre es. Ich bin Alles – und Alles ist mit Allem verbunden. Es ist, als ob ich gerade Universen erschaffe, als ob ich ... ja, es ist wirklich mein eigener Quantensprung! Jetzt erst verstehe ich, was damit tatsächlich gemeint war.

Ich werde versuchen, es in Worte zu fassen, auch wenn es nur annähernd ein Ausdruck meines Gefühls sein kann. Diese Worte kommen aus dem Eins-Sein IN mir mit DIR, mein Wahres Selbst, meine Göttlichkeit – aus dem Einssein mit Allem-Was-Ist:

Ich bin bereit, alle Rollen, die ich auf mein Außen verteilt habe, selber zu spielen. Niemand muss mehr mein Leid, meine dunklen Seiten, aber auch nicht meinen nicht gelebten Reichtum für mich spielen. Alle Spieler brauchen nur noch ihre eigenen Spiele zu spielen, sofern sie noch Lust dazu haben. Für meine eigenen Energien trage ich selber die Verantwortung, denn sie gehören ganz und gar zu mir, machen meine Vollkommenheit aus.

Ich spüre in diesem Moment, wie alle Energien zu mir zurückkommen und wie der ,verlorene Sohn’ in der Bibel empfangen werden – in Liebe und aller Freude, die in mir ist. Hier empfinde ich sämtliche Energien völlig anders. Sie sind nicht das, was ich immer von ihnen dachte. Sie haben sich mir nur anders gezeigt. In diesem Augenblick – aus ihren Rollen befreit – fühlen sie sich einfach nur an wie reine, unglaublich kraftvolle NEUE Energie.

Alle zurückgekommenen Energien bringen ein Potenzial mit, das ich nicht beschreiben kann. Es ist ein Gefühl, als finde eine Kernverschmelzung in mir statt. Ich spüre zum ersten Mal, welche Macht und Stärke wahre Schöpferkraft hat. Eine nie gekannte Ganzheit erfüllt mich. Es ist ein unbeschreiblich kraftvolles und wunderschönes Gefühl und ich muss es jetzt erst einmal für mich selber integrieren, genießen ... und mit ihm spielen.

 

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